#PKNM10 "Soziale Netzwerke, Blogging und HR"

Im Rahmen der #PKNM10 Blogparade für mein Studium Personalmanagement und Kompetenzentwicklung mit Neuen Medien darf ich meinen ersten Blog zum Thema Social Networks, Blogging und HR schreiben. Mein "Steckenpferd" ist die Personalentwicklung und Weiterbildung. Am liebsten arbeite ich direkt mit den Menschen, als Trainerin, Beraterin oder Vertraute. 

"Blogs & Co - die Neuerfindung von HR?

Lesedauer: 4 Minuten

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Vernetzung im virtuellen Raum steht immer mehr im Mittelpunkt unserer Kommunikation - auch für HR?
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Treffpunkt morgens an der Kaffeemaschine  – was gibt es Neues? Oder weiß ich das alles schon aus Facebook? Der Austausch über Social Media mit KollegInnen gehört bereits zum Arbeitsalltag, wie das morgendliche Treffen beim Kaffee.

Erreichen wir als HR-Verantwortliche unsere KollegInnen vielleicht sogar besser als „9 to 5“ im Büro? Informationen sind über Social Media jederzeit abrufbar, wann und wo und auch ob wir es wollen. Mit Fotos, Videos, Podcasts und Blogs bringen wir mehr Leben und Emotion in unsere Botschaften.

Das wäre eine Überlegung wert …

HR und Social Media - eine erfolgversprechende Beziehung?

Die Digitalisierung macht auch vor HR nicht halt, das war klar. Aber stellen wir uns mal die Frage: HR und Social Media, kann das funktionieren? Blogs & Co in unsere HR Arbeit zu integrieren, müssen wir dafür HR neu erfinden? 

Die Basis für eine erfolgreiche Beziehung zwischen HR und Social Media sind sorgfältige und reifliche Überlegungen über mögliche Einsatzbereiche.

Wo beginnen wir?
Wo sind die Grenzen zu ziehen?
Wie erreichen wir unsere Zielgruppe?

Ein Bereich, der durch den Einsatz von digitalen Medien bereits eine Veränderung erfahren hat ist Corporate Learning. Social Media als Kommunikationstool im Bereich Lernen sollten wir vielleicht einmal probieren!

 

 

 

Können wir Social Networking mit unseren Lernprozessen verbinden?

Die Neuerfindung von HR könnte z.B. mit der Revolutionierung unseres Weiterbildungssystems beginnen.

 "Lernen braucht Netzwerke", schreibt Herwig Kummer in seinem Blog www.personaleum.at. Vernetzung erfolgt noch immer auf persönlicher Ebene, der Austausch findet aber vermehrt in den virtuellen Räumen statt.  Diese spannenden Erkenntnisse diskutiert H. Kummer in seinem Bericht zum Corporate Learning Camp 2019 #clc19ko.  

Jane Harte's Liste der Top 200 Tools 4 Learning (abgerufen am 05.01.2020) zeigt YouTube als die klare Nummer 1 in der Kategorie Video Plattform, gefolgt auf Platz 4 von Twitter und auf Platz 5 von LinkedIn als Social Network Tools. 

Dass Social Media die Corporate Learning Aktivitäten unterstützt, zeigt auch dieses kurze Video:

Twitter als Learning-Tool

Gut - dann erweitern wir unsere E-Learnings mit Social Media und starten durch!

Aber: Wie würden unsere MitarbeiterInnen auf folgende Nachricht von HR in der Mailbox reagieren?

„Liebe KollegInnen, ab sofort lernen wir in sozialen Netzwerken, ihr seid für eure Kompetenzentwicklung eigenverantwortlich:
wir empfehlen euch zu bloggen.“ 

Sind Blogs & Co. für Corporate Learning geeignet?

Let's blog!

... ist "aller Anfang" wirklich schwer?
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Probieren wir es mal mit Knowledge- und Collaboration-Blogs

Wissensblogs sind eine kollaborative Sammlung von MitarbeiterInnen Know-how. Personen- oder projektbezogenes Wissen ist für alle MitarbeiterInnen zugängig. Setzen wir doch Blogs auch als Weiterbildungsblogs ein. ExpertInnen diskutieren unterschiedliche Themen und motivieren die Lerner zur aktiven Teilnahme. Es geht hier nicht mehr nur die Wissensvermittlung, sondern vielmehr um den Austausch und den Bezug zu konkreten Arbeitsaufgaben.

Ergänzend dazu können MitarbeiterInnen, die im Rahmen eines Projektes zusammen arbeiten, einen Collaboration-Blog zur Dokumentation und zum Austausch nutzen (Bärmann, 2012, S. 134).

Das wären doch spannende Alternativen zu E-Learning und PowerPoint Präsentationen!

Erfolg garantiert?

Dass dies nicht so einfach ist, argumentieren J. Leino, E. Tanhua-Piiroinen & J. Sommers-Piiroinen in ihrer Studie Adding Social Media to E-Learning in the Workplace: Instilling Interactive Learning Culture (EBSCO, abgerufen am 06.01.2020) 

Die Erweiterung von bestehenden E-Learning Konzepten um Social Media muss sorgfältig überlegt werden. TrainerInnen und Lerner müssen behutsam an die neuen Systeme und Lernformate herangeführt werden. Nur so können diese auch den gewünschten Erfolg bringen.

Ich möchte hier noch dieses kurze Video teilen ... Lernen ist (auch) Vertrauenssache :-)

Eine Chance für HR?

Ich sehe den Einsatz von sozialen Netzwerken und Blogs als eine Chance für HR. Knowledge- und Weiterbildungsblogs sorgen für Wissensaustausch, erleichtern Lernen-on-Demand und ermöglichen die Vernetzung in den diversen Communities. Social Media unterstützt HR dabei, die Rahmenbedingungen für Lernen im Unternehmen neu zu gestalten.

Berufliche und private Präsenz in den sozialen Netzwerken steuern

Die Trennung ist mitunter nicht mehr einfach. HR darf keine Informationsflut loslassen. Die Beiträge müssen kurz und gut aufbereitet sein und gezielt auf den geeigneten Kanälen gepostet werden. Oftmals ist die Trennung zwischen beruflich und privat bereits durch die Wahl der Social Media Plattform gegeben. Einen Knowledge Blog finden wir vermutlich nicht auf Facebook, einen Bericht über einen Workshop oder eine Charity Veranstaltung vielleicht schon.

Ich persönlich bin mit KollegInnen auf unterschiedlichen Plattformen vernetzt und tausche mich auch auf Facebook oder Instagram aus. Ich gratuliere zum Geburtstag, „like“ Urlaubsfotos und kommentiere diverse Aktivitäten. „Know your customer“, das schafft Bindung und erleichtert die Zusammenarbeit. Ein achtsamer Umgang mit Daten und Informationen ist aber die Voraussetzung für jede Vernetzung.

 

HR und Social Media – eine erfolgversprechende Beziehung … die Auflösung

Ist der Einsatz von Blogs & Co. also nun eine Neuerfindung von HR, eine Revolutionierung der Weiterbildung im Unternehmen? Oder hat der Veränderungsprozess bereits begonnen? Die Kommunikation in sozialen Netzwerken ist Teil unseres Arbeitsalltags. HR muss die Chance nutzen und mit Hilfe von Social Networking - und warum nicht auch Blogs? - den direkten Austausch mit den MitarbeiterInnen fördern.

Nur wenn wir wissen, was unsere MitarbeiterInnen wissen und können und was sie noch lernen möchten, kann HR den Lernprozess begleiten und unterstützen.

Ich lade euch ein, das Thema mit mir zu diskutieren!

Was sind eure Erfahrungen mit Social Media und Lernen? 

Ich freue mich auf eure Kommentare, Ideen und natürlich euer Feedback :-)

Social Media abseits Employer Branding und Recruiting? Kann HR auch via Facebook & Co mit den Mitarbeiterinnen kommunizieren und sie so besser an das Unternehmen binden? Darüber könnt ihr in meinem nächsten Blog lesen :-)

Quellen

Bärmann, F. (2012), Social Media im Personalmanagement : Facebook, Xing, Blogs, Mobile Recruiting und Co. erfolgreich einsetzen. Heidelberg: MITP. EBSCO, abgerufen am 04.01.2020

Harte, J., Top 200 Tools for Learning 2019, https://www.toptools4learning.com/ (abgerufen am 05.01.2010)

Lamb, R., How to use Social Media in learning: https://youtu.be/lA0PU0CxDBE

Leino, J., Tanhua-Piiroinen, E. & Sommers-Piiroinen, J., Adding Social Media to E-Learning in the Workplace: Instilling Interactive Learning Culture (EBSCO, abgerufen am 06.01.2020)

Kummer, H., Corporate Learning: Wer befreit das Lernen? #clc19ko, https://www.personaleum.at/corporate-learning-wer-befreit-das-lernen-clc19ko/, (abgerufen am 05.01.2020)

Pape, K., Twitter als Learning Tool – Erklärvideo unter CC BY, https://colearn.de/twitter-als-learning-tool-erklaervideo-unter-cc-by/ (abgerufen am 05.01.2020)

Bilder:

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay https://pixabay.com/de/illustrations/social-media-laptop-notebook-blog-550778/, abgerufen am 05.01.2020

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay https://pixabay.com/de/photos/fragen-laptop-hand-schreiben-blog-4027963/, abgerufen am 05.01.2020

iSpring Suite, abgerufen am 05.01.2020

Kommentare

Linda Ferstl
07. January 2020, 20:02

Liebe Gaby! 

Super, gratuliere dir zu deinem tollen 1. Blogbeitrag! :)
In deinem Beitrag zieht sich der rote Faden bis zum Ende hin durch, du hast ihn sehr logisch aufgebaut, finde ich.
Du sprichst immer von 'wir', 'unser' etc.. das finde ich sehr sympathisch. Als Leser fühle ich mich dabei wirklich sehr angesprochen. 

Was mir aufgefallen ist: Du hast sehr viele Überschriften eingebaut.. evtl. kann man jene über den Bildern weglassen? 
Und unter den Bildern hast du immer den Speichernamen stehen - den würde ich weggeben. 

Meine Erfahrungen mit Social Media im HR: bisher wirklich nur Recruiting & Employer Branding! ... aber das wird zukünftig bestimmt noch mehr! ;)


LG & schönen Abend Linda :-)

 

Lisa Herzlinger
08. January 2020, 09:40

 Liebe Gaby!

Gratuliere zu deinem ersten Blogpost! Er ist sehr interessant zu lesen!

Ich würde auch die Überschriften über den Bildern weggeben und den Bildnamen nur erwähnen, wenn nicht selbsterklärend.  Wieso ist denn unter jedem Bild eine Kommentarfunktion? Vielleicht kannst du den Teaser noch etwas mehr herausheben?

Deine Schreibweise finde ich auch sehr ansprechend. Ich fühle mich, als würden wir nebeneinander sitzen und darüber plaudern. Dadurch kommt es wie dein Erfahrungsbericht rüber. Wenn du also auch als Tippgeber wirken willst, der anderen vorschlägt wie es gut geht, könntest du die Überschriften aktivierender formulieren. Z.b. versucht es mit... statt „probieren wir es mal mit“

Die Quellen super eingearbeitet J, sie fallen gar nicht auf! Sehr angenehm!

Es ist sehr viel Info. Du hättest wahrsch sogar 3 Blogposts daraus machen können und in jedes Thema dafür tiefer reingehen, also in Kommunikation, Mitarbeiterbindung und Weiterbildung. Ich weiß, man möchte so viel unterbringen. Mir ist es genauso gegangen. Und das wird beim 2. Blogpost nicht leichter. Ich bin nicht sicher, ob ich da nicht zu viel reingepackt habe.

Wären bei euch alle Mitarbeiter einverstanden, dass ihre Fotos bei Events auf FB sind? Ich kenne einige Leute, die das absolut nicht wollen. Würdest du diese Fotos/Videos dann exkludieren? Bzw. sind Leute, die nicht auf FB sind, dann nicht mehr in der Info inkluldiert, oder würdest du für diese separat einen Informationskanal erschaffen? Wie sieht es mit ganz jungen Mitarbeitern aus? Ich höre öfter, dass FB für junge Menschen gar nicht mehr interessant ist. Stichwort Tik Tok etc

Ich denke da also eher, dass es einen Unterschied zwischen beruflichen und privaten Social Media gibt. FB gehört für mich zu den privaten. Außer natürlich jemand hat 2 Accounts, was aber eher mühsam ist. So ähnlich argumentierst du in deiner Zusammenfassung später auch, wobei ich FB da wirklich eher als Mittel sehe, um das Foto vom Charity Event, das du nennst, nach außen sichtbar zu machen – also eher als Employer Branding Maßnahme. Die externe Welt sieht, wie toll das Unternehmen ist. Die Mitarbeiter sind stolz darauf und ihr Commitment steigt und sie werden ihrem Umfeld von ihrem tollen Arbeitgeber erzählen. Zusätzlich spielt das Commitment natürlich auch im Retentionmanagement eine große Rolle und dieses gehört zur Personalentwicklung. In diesem Sinne bin ich voll dabei :D

Twitter ist für mich durchaus als Learning Tool vorstellbar. Ich zb. Folge hier hauptsächlich politischen Themen und Nachrichten – also Journalisten. Wenn meine Firma immer wieder Lerncontent twittert, wäre das sicher interessant. Wobei es leicht sein kann, dass es in der Informationsflut übersehen wird.

Ich finde auch, dass „das nicht so einfach ist“, wie Leino argumentiert :)
Es muss in die Personalentwicklungsstrategie eingearbeitet sein und sich wie ein roter Faden durch alle Instrumente und Maßnahmen ziehen.

Liebe Grüße,

Lisa

Esther Peddi
09. January 2020, 09:40

Liebe Gaby,
ich kann mich meinen "Vorrednerinnen" nur anschließen. Dein Blog ist wirklich sehr gelungen. :-)
Die vielen Unterüberschriften finde ich gar nicht verkehrt, da es für mich so eine noch eine bessere Struktur bekommt. Aber das ist glaube ich auch immer Geschmacksache.
Die Speichernamen der Bilder würde ich auch entfernen oder umbenennen, das sieht schon etwas ulkig aus :-), genauso die Kommentarfunktion unten der Bilder. (Außer du verfolgst damit einen tieferen Zweck). Deinen Schreibstil finde ich SEHR GUT!!!!! es animiert dazu mit großen Interesse deinen Blog zu lesen. Ein roter Faden ist deutlich erkennbar.

Ich freue mich weitere Posts von dir zu lesen.

Liebe Grüße,
Esther

Gabriele Andratschke
12. January 2020, 18:23

Liebe Linda, Lisa und Esther,

danke für euer Feedback zu meinen ersten Gehversuchen im Bloggen. Ich freue mich, dass euch der Blog soweit gefällt. Ich habe mich jetzt in der Überarbeitung auf ein Thema beschränkt - nach den ersten Überlegungen, was soll ich schreiben ist es dann doch ein bisschen viel geworden.

Nachdem es im Webinar letzte Woche auch um Bildnutzungsrechte ging, möchte ich Lisas Frage nach Nutzung der Mitarbeiterfotos auf Facebook & Co beantworten. Die DSGVO gibt uns die Regeln klar vor, wir fragen tatsächlich vor jeder Veranstaltung, ob wir die Fotos nutzen dürfen, die Kolleginnen unterschreiben das und es kommt in unsere Dokumentation. Wie oft sich die Personen, die der Fotonutzung nicht zustimmen, bei den Gruppenfotos in die erste Reihe stellen, ist Thema für einen eigenen Blog :-).

Wir sind international tatsächlich über unsere Firmen FB-Seite vernetzt, den Kolleginnen macht es Freude, natürlich erreichen wir nicht alle.

Liebe Grüße

Gaby

 

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